button cirs

Es gehen immer wieder Meldungen über unterschiedliche Probleme bezüglich der Einsatzstatus-Weiterleitung (ESWL) ein.
Die Problematik ist grundsätzlich bekannt und es wurde bereits eine bayernweite ESWL-Arbeitsgruppe der Betreiber Integrierter Leitstellen in Zusammenarbeit mit der Verfahrenskoordination Integrierte Leitstellen (VK ILS) etabliert. Aus diesem Grund werden seitens cirs.bayern ESWL-Meldungen nach einer Prüfung auf potentiellen ALERT und nach entsprechender Anonymisierung des geschilderten Sachverhalts über das Sachgebiet D5 der obersten Rettungsdienstbehörde an die VK ILS weitergegeben.

Die zum Thema ESWL bereits eingegangen Meldungen können Sie hier einsehen.

Bitte beachten Sie, dass diese Verfahrensweise ausschließlich bei Meldungen mit Bezug zu ESWL vollzogen wird. Es erfolgt keine Änderung des regulären Ablaufs der Fallbearbeitung von CIRS-Meldungen ohne ESWL-Bezug.

 

Letzter Eintrag 02.08.2020

 

Unbeabsichtigte FMS-Statuswechsel

Meldung:
Ein Rettungswagen befand sich bei einem Notfalleinsatz, als kurz nach Drücken des Status "4" das Einsatzmittel in der ILS auf Status "1" ging. Der Status "1" wurde weder durch die ILS noch durch das Fahrzeug gesendet. Die Statuszeit wurde mit einem Datum mehrere Jahre früher angegeben. Glücklicherweise konnte der falsche Statuswechsel vom Disponenten erkannt werden, bevor der RTW für einen anderen Einsatz gebucht wurde. Wenige Minuten später wechselte ein anderer RTW von Status "6" auf Status "1". Dieser Wechsel blieb im ersten Moment unbemerkt und der RTW wurde zu einem Notfall alarmiert. Auch hier erkannte der Disponent den Fehler sofort nach der Alarmierung und konnte dies korrigieren.
In der Vergangenheit kam es bereits zu Statuswechsel und Wachverlegungen, die nicht durch die zuständige Leitstelle bzw. Einsatzmittel durchgeführt wurden. Wenn Status- und/oder Standortdaten in einer ILS nicht stimmen, besteht eine akute Gefahr für Falschdispositionen.
Auslöser für diesen Fehler scheint wohl die Einsatzstatusweiterleitung zu sein, da es immer wieder vorkommt, dass veraltete Status- und Standortinformationen über die Datenverteilung in die Leitstellen gestreut werden.

Anmerkung:
Dieser Fehler ist nicht mit den vorliegenden Angaben reproduzierbar. Ob es z.B. im Grenzbereich zu Baden-Württemberg an möglichen Überreichweiten im Analogfunk, falsches Routing im Digitalfunk nach der Umstellung der Kurzwahlen oder an dem Problem mit dem Datenaustausch über ESWL und den Nachbarleitstellen liegt, lässt sich nicht genau beschreiben.

Diesbezüglich wurde eine Alert-Meldung erstellt und das StMI (Sachgebiet D5) vom Sachverhalt in Kenntnis gesetzt.

Zudem wurde die Firma eurofunk KAPPACHER GmbH mit einer eingehenden Analyse beauftragt, um etwaiges Verhalten nach Möglichkeit abzustellen.

 

 

ESWL-Problem im ILS-Grenzbereich

Meldung:
Im Grenzbereich der ILS A wurde zu einem Notfallereignis mittels ESWL ein Fremdrettungsmittel (RTW) disponiert. Dieses Fremdrettungsmittel befand sich laut ELDIS am Krankenhaus X im Nachbarbereich (ILS B). Das Rettungsmittel stammt ursprünglich jedoch aus dem Leitstellenbereich einer Drittleitstelle (ILS C). Aktuell ist ESWL nur so konfigurierbar, dass der Status und Standort nur von Nachbarleitstellen ausgetauscht werden, hingegen Einsätze bayernweit weitergeleitet werden können. Hieraus ergibt sich das Problem, dass sich der RTW in Klinik X (ILS B) frei meldet und an die Wache (ILS C) fährt. Für die ILS A steht jedoch dieser RTW einsatzbereit in Klinik X, da der Status 2 von der ILS C, da keine direkte Nachbarleitstelle zu ILS A, nicht mehr übertragen wird. Das Problem entstand im konkreten Fall dadurch, dass durch die Disposition dieser RTW von einem laufenden Einsatz technisch abgezogen wurde und diesem nicht mehr zugeordnet werden konnte.

Anmerkung:
Die Kernproblematik des geschilderten Falls besteht darin, dass der Fahrzeugstandort und -status lediglich zwischen Nachbarleitstellen ausgetauscht wird. Hierbei kommt es immer wieder zu Fehldispositionen. Im folgenden Einsatzverlauf verbleibt für die ILS A der Status und der Standort des RTW an der Klinik X im Bereich der ILS B. Sendet der RTW an seiner Rettungswache den Status 2 an seine Heimat-ILS C, wird dieser Status auch an die ILS B übermittelt, aber nicht an die ILS A.

Der geschilderte Fall ist bereits in der VK ILS bekannt und wird hier auch unter der Fallnummer 13 mit höchster Priorität bearbeitet. In einem der kommenden Hotfixes soll das Problem behoben werden.

Aktuell wird folgender Workaround empfohlen:

  • Bei manueller Disposition sollte vorab die aktuelle Information zum Einsatzmittel bei der Heimatleitstelle telefonisch oder über einen Unterstützungseinsatz ohne Einsatzmittel abgefragt werden.
  • Bei automatischer Disposition muss die Heimatleitstelle bei einem Einsatz von einer nicht Nachbar-ILS die tatsächliche Verfügbarkeit erneut prüfen.

partner links

logo arge komm ils

logo asb

logo bf-muenchen

logo bkg


logo johanniter

logo_adac




partner rechts

gesamtlogo leitstellen

logo lpr

logo malteser


logo vpr


logo dlrg bayern