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Von der Steuerungsgruppe beschlossene Interventionsmaßnahmen

11/2019

 Verfügbare Rettungsmittel übersehen

  • In der Alarmierungsbekanntmachung (ABek) ist festgelegt, dass eine bereichsübergreifende Alarmierung stattfinden muss.
  • Dies kann mittels Einsatzstatusweiterleitung (ESWL) erfolgen, eine Schulung hinsichtlich Handhabung ESWL ist dementsprechend erforderlich.

 

Sonderleitplatz bei MAN

  • Bei größeren Einsatzlagen wie MANV soll die Inbetriebnahme eines Sonderleitplatzes zur ausschließlichen Bearbeitung einer solchen Einsatzlage durch den Schichtführer immer frühzeitig in Erwägung gezogen werden.
  • Die Inbetriebnahme eines Sonderleitplatzes bei entsprechenden Einsatzlagen kann und soll jedoch nicht generell erfolgen, dies hängt insbesondere von der konkreten Einsatzlage und der jeweiligen ILS ab.

 

Trennung RD- und KTP-Gruppen im Digitalfunk

  • Beim Verdacht des Vorliegens einer Reanimationssituation soll stets das Schlagwort „#R3020#Herz/Kreislaufstillstand / Reanimation“ bzw. „#7020#Kind/(bis 12 Jahre) Kreislaufstillstand/Reanimation“ oder „#7030#Kind/(bis 1 Jahr) Kreislaufstillstand/Reanimation“ verwendet werden und die Fahrzeuge über einen automatischen Dispositionsvorschlag disponiert werden.
  • Dieser kann mit weiteren Einsatzmitteln durch eine der folgende Varianten ergänzt werden:
    • Ergänzung des Moduls „ERSTVERSORGUNG“.
      • Suchschritt nach Radius <5km
      • Fahrzeug in Status 1, 2, 3, 7, 8
      • Fahrzeugtyp: KTW, RTW, NEF, Feuerwehr bei BF /Ständ. Wache
    • Additive Suche nach (ggf. in Kombination mit Modul „ERSTVERSORGUNG“):
      • Suchschritt nach Radius <5km
      • Fahrzeug in Status 1, 2, 3, 7, 8
      • Gerät AED => wenn eine Gerätedisposition geplant ist und die Fahrzeuge auch entsprechend versorgt sind
    • Additive Suche nach (nicht in Kombination mit Modul „ERSTVERSORGUNG“):
      • Suchschritt nach Radius <5km
      • Fahrzeug in Status 1, 2, 3, 7, 8
      • Fahrzeugtyp: KTW, RTW, NEF, Einsatzfahrzeuge bzw. besetzte Wachen der Berg-Höhlenrettung und Wasserrettung, Feuerwehr bei BF /Ständ. Wache,
  • Während der laufenden Alarmierung soll ein orientierender Blick in das GIS /GEO erfolgen, um so weitere potentiell verfügbare Einsatzmittel visuell zu erfassen

 

 

09/2019

Unklare Einsatzstelle im Wald/in nicht frei einsehbarem Gelände

  • Es sollte die Alarmierung der zuständigen Bergwacht, der örtlichen Feuerwehr und /oder der Luftrettung erwogen werden. Folgende Schlagwörter sind hierzu geeignet:
    • RD-Schlagwort: #R8110#Bergrettung#Rettungsdiensteinsatz in unwegsamen Gelände
    • FW-Schlagwort: #T2731#Rettung#Waldunfall ohne eingeklemmte Person
  • In der „Kurzanleitung_Sepura STP_nPol_März2019_V40.pdf“ ist beschrieben, dass die #-Taste mit der Funktion „Position senden an ILS (Belegung individuell)“ belegt ist. Dies wurde durch die TTB BRK so umgesetzt. Die Einsatzdienste des BRK (ohne Bergwacht) haben sich darauf geeinigt, die Funktion mit dem nächsten Firmwareupdate zu ändern - Zeitpunkt ist noch nicht definiert. Jeder Statusversand vom Funkgerät zur ILS wird dann mit der GPS-Koordinate versehen sein. Die Funktion muss jedoch noch in den Leitstellen getestet und ggf. Anpassungen vorgenommen werden. Auf die #-Taste wird dann die Funktion „letzte Gruppe“ konfiguriert werden. Ein Diensthandy ist hierfür nicht (mehr) erforderlich.
  • Bei Einsatzsituationen im nicht frei einsehbaren Gelände sollte zum Auffinden der Einsatzstelle oder dem Nachführen von Einsatzkräften die Positionsbestimmung eines mitgeführten Diensthandys verwendet und der Standort in der Kartendarstellung geteilt werden.

 

Änderung Dispositionsvorschlag

  • Der Dispositionsvorschlag soll kritisch geprüft und kann selbstverständlich bei Erfordernis händisch mit anschließender Dokumentation in ELDIS abgeändert werden.

 

Probleme im Rahmen der Alarmierung von Einheiten der Feuerwehr

  • Die Zuständigkeit bezüglich der Feuerwehr-Alarmierung liegt nicht beim Rettungsdienstausschuss und kann dementsprechend nicht im Rahmen von cirs.bayern behandelt werden.

 

Versehentliches Beenden Einsatz in ELDIS

  • Konsequente Nutzung des Buttons „Auto Split“ bei Notfall- und Notarzteinsätzen
  • Anpassung der Filtereinstellung: Anzeige der „beendeten Einsätze“ und ggf. Einsätze wieder reaktivieren und mit Rettungsmitteln bestücken

 

Entsendung zu falschem Einsatzort

  • Maßnahmen, die die Entsendung zu einem falschem Einsatzort verhindern können sind z. B.
    • „read back“ (Disponent wiederholt vor Beendigung des Telefonats alle wichtigen Adressdaten der Einsatzstelle und prüft somit die Richtigkeit der erhobenen Daten)
    • Aufnahme und ggf. Abgleich der Rückrufnummer des Meldenden
    • Beherrschen der Suchfunktionen im Einsatzleitsystem
    • keine unkritische Übernahme von Daten aus dem Telefonbuch
    • Nutzung der Kurzzeitdokumentation bei Unklarheiten.
  • Dies wird im Rahmen der Optimierung der Einweisungsstrategie, die allgemein für alle Beteiligten im Rettungsdienst erarbeitet werden soll, berücksichtigt.

 

Schlagwortänderung bei Reanimation

  • Bei Feststellen einer Reanimationssituation muss sofort das Schlagwort entsprechend geändert und der Einsatz „neu disponiert“ werden.
  • Im Algorithmus der T-CPR Bayern soll ein Hinweis auf die Schlagwortänderung eingefügt werden.
  • Der AED könnte zusätzlich zu 30-20 „Reanimation“ auch bei folgenden Schlagworten in GIS/GEO und dem Feld „Information zum Einsatz“ visualisiert werden:
    • 10-10 Bewusstsein vital
    • 20-10 Atmung vitale Bedrohung
    • 30-10 Herz-Kreislauf vitale Bedrohung
  • Innerhalb der Leitstelle könnten Möglichkeiten geschaffen werden, Kollegen eine laufende T-CPR technisch zu signalisieren (blinkende Lampe o.ä.), damit ggf. Verstärkungskonzepte aktiviert und Mitarbeiter aus dem Bereitschaftsdienst o.ä. den Kollegen unterstützen können

 

Einsatzdisposition RTW und Notarzt

  • Grundsätzlich soll hierfür der Button „Disponieren“ genutzt werden.
  • Nach jeder Disposition durch das System soll eine Plausibilitätsprüfung des Dispositionsvorschlages und ggf. eine Anpassung mit entsprechender Dokumentation erfolgen.

 

ILS-Nachbesetzung bei Sturmtief

  • Im Vorfeld sollen von der ILS Vorkehrungen (Dienstanweisung, Checkliste usw.) für solche Ereignisse getroffen werden.
  • Weiterhin ist ein Verstärkungskonzept einzurichten.

 

Rettungsmittel primär nicht alarmiert bzw. nicht nachalarmiert

  • Bei Nachforderungen von Einsatzmitteln soll eine vollständige sprachliche Wiederholung durch den Disponenten der ILS erfolgen.
  • Gerade nach Fahrzeug- oder Besatzungswechseln und damit ggf. verbundenen Änderungen in den Stammdaten des Einsatzleitsystems soll eine regelmäßige Überprüfung der Alarmierbarkeit durch einen zu quittierenden Probealarm durchgeführt werden.
  • Das zeitgerechte Ausrücken eines Rettungsmittels soll mit allen zur Verfügung stehenden technischen und organisatorischen Mitteln kontrolliert werden.
  • Mitarbeiter sollen diesbezüglich für den adäquaten Umgang mit Warnmeldungen des Systems für nicht zeitgerechtes Ausrücken eines Rettungsmittels sensibilisiert werden.
  • Nachforderungen von Notfallrettungsmitteln sollen nach Möglichkeit über Funk erfolgen, um eine direkte und fehlerfreie Kommunikation anzustreben.
  • Bei telefonischer Nachforderung soll der Sachbearbeiter, der den Notruf annimmt, bzw. der Schichtführer darauf achten, ob der zuständige Disponent den Einsatz auch disponiert und alarmiert („4-Augen-Prinzip“).

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